Unter dem Slogan „Sau rauslassen“ legt der Bund nach Initiative Niedersachsens einen Ausstiegsplan aus dem Kastenstand vor. Sauen sollen zukünftig nur noch maximal 8 Tage in einem Kastenstand (einem nahezu körpergroßen Metallkäfig) fixiert werden dürfen. Diese begrüßenswerte Maßnahme bezieht sich aber lediglich auf die Haltung der Sauen während der Verweildauer im Deckzentrum - von den ca. 5 Wochen um Geburtstermin und Säugezeit, die eine Sau im sogenannten Ferkelschutzkorb zubringen muss, ist nicht die Rede. Der Abferkelbereich ist nicht im Tierschutzkonsens enthalten.

Katzenschutzkampagne - Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.Anlässlich des Internationalen Tages der Katze am 8. August erinnert der Deutsche Tierschutzbund an das Leid der rund zwei Millionen Katzen, die allein in Deutschland auf der Straße leben. Unterernährt, krank und verletzt, führen die meisten Tiere täglich einen Kampf ums Überleben.

Staatsziel Tierschutz - Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.Vor genau 15 Jahren, zum 1. August 2002, ist das „Staatsziel Tierschutz“ im Grundgesetz in Kraft getreten. Was ein Meilenstein für den Tierschutz sein sollte, hat in der Praxis wenig bewirkt, kritisiert der Deutsche Tierschutzbund - und hofft auf Besserung nach der kommenden Bundestagswahl.

Malträtieren Tierpfleger im Zoo Hannover junge Elefanten, um sie zu Kunststücken zu bewegen? Zumindest berichtete die ARD-Sendung "Report Mainz" in ihrer Ausgabe vm 4. April darüber. Der Redaktion wurden heimlich gedrehte Aufnahmen der Tierrechtsorganisation PETA vorgelegt, die dokumentieren sollen, wie unterschiedliche Pfleger Jungtiere mit einem so genannten Elefantenhaken schlagen. Der Beitrag ist in der ARD-Mediathek abrufbar. Die Geschäftsführung des Hannoveraner Zoos hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Dennoch: beim Betrachen der Aufnahmen bleiben Misstrauen und ein fader Beigeschmack zurück - und es schmerzt noch ein wenig mehr, weil viele aus unsere Region gerne und häufig den Zoo Hannover besuchen. Generell stellt sich die Frage: warum müssen Elefanten in einem Zoo überhaupt Kunststücke antrainiert werden?

Illegaler Welpenhandel - Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.Der Handel mit illegal importierten Welpen ist für kriminelle Organisatoren sehr lukrativ. Leidtragende sind die als „Gebärmaschinen“ missbrauchten Muttertiere und die in Massen „produzierten“ und durch Europa gekarrten Welpen, von denen viele frühzeitig sterben. Ertappt werden die skrupellosen Händler leider nur selten.

Anfang Dezember 2016 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft veröffentlichte Zahlen zeigen, dass der Verbrauch von Tieren zu wissenschaftlichen Zwecken auf hohem Niveau stagniert. Fast drei Millionen Tiere wurden 2015 genutzt – etwa genauso viele wie im Vorjahr. Erstmals wurde auch veröffentlicht, welchen Grad an Schmerzen, Leiden und Schäden die Tiere in den Versuchen ausgesetzt waren.

Allein in Deutschland werden schätzungsweise 50 Millionen männliche Küken an ihrem ersten Lebenstag getötet, meist durch Begasung mit Kohlendioxid. Das brutale Häckseln der lebenden Tiere, das umgangssprachliche Kükenschreddern, ist ebenso gängige Methode – jetzt sogar mit juristischem Freibrief.

Katzenrettung am EFZNAnfang September 2015 wurden fünf Katzenkinder aus Wasserrohren am Goslarer Energieforschungszentrum (EFZN) gerettet - mit Hilfe der Feuerwehr, einem Kamera-Roboter und unerwartet viel Geduld.

Foto mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Tierschutzbund e.V.Man sieht das Zirkus-Plakat, und die Kinderaugen beginnen zu strahlen. Es macht ja auch Freude zu sehen, wie die warmherzigen Dickhäuter Kunststückchen vorführen. Doch wie viel Spaß macht das den Elefanten? Unsere Jugendgruppe bezieht eindeutig Stellung und bittet: meiden Sie Zirkusse mit Wildtieren!

KampfhundsteuerMit großer Mehrheit hat der Goslarer Rat am 12. Mai für eine neue Hundesteuer-Satzung gestimmt. Trotz massiver Kritik behält diese Satzung eine Liste von bestimmten (Kampf-)Hunderassen, die von vornherein als gefährlich gelten. Das bedeutet: Halter jener gelisteten Hunderassen müssen nun entweder durch einen teuren Wesenstest selbst die Ungefährlichkeit ihre Hunde nachweisen, oder aber den erhöhten Steuersatz stillschweigend akzeptieren.

Nach Protesten aus der Bevölkerung, unserem Offenen Brief an den Oberbürgermeister Dr. Junk und einem mit unserer Zusammenarbeit ausgearbeiteten Ratsantrag auf Modifizierung der Hundesteuersatzung bewegt sich nun der Rat der Stadt Goslar. Jedoch ist aus unsere Sicht die vorgesehene Änderung der Satzung dahingehend, dass nur ein Wesenstest eine erhöhe Steuer verhindern kann, grundsätzlich weiterhin für Tier und Mensch unfair und nicht zielführend.

Die Stadt Goslar verlangt höhere Steuern für Kampfhunde - eine Steuer, die gegenüber den Tieren und Tierhaltern eine Farce ist, meinen wir. Sabine Reichardt, 2. Vorsitzende unseres Tierschutzvereins, nimmt zur dieser Steuer in einem offenen, an den Oberbürgermeister gerichteten Brief Stellung.
Update: Dr. Oilver Junk hat umgehend geantwortet; seine Reaktion lesen Sie unterhalb des Beitrages.

Tierschutz in UrlaubsländernAuf Speisekarten finden sich exotische „Spezialitäten“, mancherorts werden Tiere zur Belustigung des Publikums vorgeführt, gequält und sogar getötet: im Ausland kommen Urlauber oft mit unterschiedlichsten Tierschutzproblemen in Berührung, nicht selten ohne es überhaupt zu ahnen.

Unser Tierschutzverein hat sich zum Thema freilaufende Katzen an die Städte Goslar, Langelsheim, Lutter und Seesen gewandt. Mit unserem Schreiben beantragen wir die Einführung einer Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Katzen nach Vorbild der Stadt Paderborn. Den genauen Wortlaut der an die jeweiligen (Ober-)Bürgermeister gerichteten Schreiben sowie dessen Antwort stellen wir auf unserer Website zur Ansicht zur Verfügung.