Anfang Dezember 2016 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft veröffentlichte Zahlen zeigen, dass der Verbrauch von Tieren zu wissenschaftlichen Zwecken auf hohem Niveau stagniert. Fast drei Millionen Tiere wurden 2015 genutzt – etwa genauso viele wie im Vorjahr.

Die Gesamtzahl der für wissenschaftliche Zwecke verwendeten Tiere im Jahr 2015 betrug 2.799.961, im Jahr 2014 waren es 2.798.463 und damit fast genauso viele. Während nach wie vor Mäuse und Ratten zu den Tieren gehören, die am häufigsten in Versuchen zum Einsatz kommen, stieg die Zahl der Affen und Halbaffen von 2.848 auf 3.141 Tiere. Auch 4.491 Hunde und 1.112 Katzen wurden eingesetzt. Die veröffentlichen Zahlen zeigen zudem, dass das Spielen mit dem Erbgut von Tieren stetig zunimmt: Der Anteil von genetisch veränderten Tieren lag mit 1.115.000 Tieren bei etwa 39 Prozent und ist im Vergleich zum Vorjahr (34 Prozent) leicht gestiegen. Erschreckend ist die Zahl der für die Grundlagenforschung in Versuchen verwendeten Tiere mit 1.643.259 - fast doppelt so viele wie im Jahr 2014. Damit wurden rund 59 Prozent aller Tierversuche für einen Bereich durchgeführt, der keinen absehbaren Nutzen für Mensch, Tier oder Umwelt hat.

"Schmerzstufen" ermittelt

Erstmals hat das Ministerium auch veröffentlicht, welchen Grad an Schmerzen, Leiden und Schäden die Tiere in den Versuchen ausgesetzt waren. So durchlitten 124.936 Tiere die höchste Schmerzstufe, darunter Mäuse (96.287), Ratten (5.032), Meerschweinchen (3.453) und auch sechs Paviane.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.